Der Blaufränkisch

Blaufränkisch – die gemeinsame Leidenschaft der Vitikult Winzer – spielt nur im Mittelburgenland die erste Geige und das schon seit Jahrzehnten. Nicht umsonst wird das Gebiet Blaufränkischland genannt. Über das Potenzial der Sorte gab es hier keinen Zweifel. Und seit internationale Weinexperten, darunter auch Jancis Robinson und Robert Parker, einige dieser österreichischen Weine mit hohen Wertungen, vergleichbar mit jenen viel bekannterer internationaler Tropfen, ausgezeichnet haben, stieg sowohl das Image von Blaufränkisch im Ausland, als auch in seiner angestammten Heimat. Wobei der Begriff Heimat nicht auf die heutigen Grenzen Österreichs beschränkt bleiben darf, denn Blaufränkisch ist eine sehr alte Sorte.

Quellenangaben: 

  • Flak W., Krizian R., Kutscher W.,Sturm P., Tscheir G. und Wallner E. 2006: Beitrag zur näheren Charakterisierung von Rotweinen aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland. Mittleilungen Klosterneuburg 56.
  • Verband Blaufränkisch Mittelburgenland.
  • Jones Frank: Mit Rotwein gegen Herzinfarkt – Egmont vgs-Verlagsgesellschaft 1996
  • Österreich Wein Marketing

Geschmacksbild des Blaufränkisch

Der typische Geschmack von jungen Blaufränkisch Weinen wird von einer starken Brombeernote dominiert. Daneben entdeckt man Aromen von Kirschen, Schwarzbeeren, Weichseln, Dörrobst, Zwetschken und würzigen Anklängen, die an Kräuter und Minze erinnern. Mit zunehmendem Alter bleibt zwar Brombeere weiter im Vordergrund, aber die Aromen von Dörrobst, Rumtopf verstärken sich, ebenso wie der würzige Charakter (Walter Flak u.a. – Kostprofile von burgenländischen Rotweinen).

 

Untersuchungen des Bundesamtes für Weinbau in Eisenstadt ergaben, dass sich die unterschiedlichen Herkünfte von Blaufränkisch-Weinen des Burgenlands sehr wohl unterscheiden lassen. Zwar ist allen eine Brombeer- und Weichselaromatik eigen, doch in Weinen aus dem Neusiedlersee-Hügelland treten zudem stärker erdig-mineralische Nuancen auf. Von allen Gebieten ist die Brombeer-Aromatik im Mittelburgenland am stärksten ausgeprägt. 

 

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen Weinqualität und Brombeeraromen festgestellt haben. Je besser diese Brombeeraromen ausgeprägt sind, desto besser ist statisch gesehen die Qualität des Weines. Blaufränkisch-Weine besitzen eine farbintensive, dunkle rubinrote Farbe.

 

Sonstige Inhaltsstoffe

Die positive Wirkung bestimmter Inhaltsstoffe im Wein mit einer antioxidativen Wirkung ist nach jahrelangen Forschungen hinlänglich bekannt. Vor allem in Hinblick auf Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs kommt diesen Stoffen Bedeutung zu. Es sind vor allem Polyphenole, die Blaufränkisch-Weine aus dem Blaufränkischland hervorheben. In mittelburgenländischen Blaufränkisch Weinen wurde der höchste Resveratrol-Gehalt im internationalen Vergleich gemessen (Jones 1996). Auch andere Polyphenole wie Tyrosol und Catechin sind in vergleichsweise hohen Konzentrationen in Weinen des Mittelburgenlands vertreten, wobei der Gehalt in Blaufränkisch höher ist als im Zweigelt. Also durchaus ein gesundheitlicher Aspekt, der für Blaufränkischweine aus dem Mittelburgenland spricht.

 

Quellenangaben: 

  • Flak W., Krizian R., Kutscher W.,Sturm P., Tscheir G. und Wallner E. 2006: Beitrag zur näheren Charakterisierung von Rotweinen aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland. Mittleilungen Klosterneuburg 56.
  • Verband Blaufränkisch Mittelburgenland.
  • Jones Frank: Mit Rotwein gegen Herzinfarkt – Egmont vgs-Verlagsgesellschaft 1996
  • Österreich Wein Marketing

Herkunft des Blaufränkisch

Rund um die Geschichte der Sorte Blaufränkisch gibt es viele Fragezeichen. So ist etwa ungeklärt, wer die Eltern sind. Vermutlich reicht der Ursprung bis ins 10. Jhdt. zurück. Kaiser Karl der Große (742-814) hat in seinem Reich zahlreiche Reformen durchgeführt. Weniger bekannt ist, dass er auch den Weinbau reformierte. Unter anderem ordnete er eine Selektion der Rebsorten an. Minderwertige, die als „hunnisch“ oder „heunisch“ bezeichnet wurden, weil sie aus östlichen Ländern mit niedriger Rebkultur stammten, ließ er aussondern. Die wertvolleren Reben wurden den fränzösischen Sorten gleichgesetzt und „fränkisch“ genannt. Blaufränkisch hat jedenfalls nichts mit Franken zu tun, wo die Sorte übrigens nicht vertreten ist. Vielmehr handelt es sich um das Ergebnis einer positiven Rebselektion von heimischen und fränkischen Rotweinsorten, die möglicherweise bereits gegen Ende des 10. Jhdts. nach Österreich kam.

Schriftliche Hinweise auf die Sorte findet man in Österreich allerdings erst ab dem frühen 18. Jhdt. Damals war noch von der „Schwarzen Fränkischen“ die Rede. Auch im Bereich der heutigen Thermenregion wird sie als wertvolle Keltersorte beschrieben (Helbling, Prag 1777). Von dort hat sie sich mit ziemlicher Sicherheit in die östlichen Gebiete der Kronländer verbreitet. In der Slowakei und in Tschechien wird sie Frankovka genannt, Kékfrankos in Ungarn, Crna Francova in Kroatien, Franconia in Italien. In Bulgarien lautet die Bezeichnung Gamé, wobei keine Verwandtschaft zur bekannten Gamay im Burgund besteht. 

Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Sorte unter dem Namen Limberger oder Lemberger auch in Deutschland heimisch. Beide Bezeichnungen verweisen auf eine alte österreichische Abstammung. Aus Lemberg in der Untersteiermark (Slowenien) wurden 1877 Blaufränkische als Lembergerreben nach Deutschland exportiert. Der zweite Name verweist auf die kleine Ortschaft Limberg bei Maissau, wo am Ende des 19. Jahrhunderts ebenfalls „wurzelechte Limberger-Reben“ zum Verkauf angeboten wurden. Noch heute halten sich die unterschiedlichen Bezeichnungen, obwohl die „Ampelografische Commission“ bereits 1875 den Namen Blaufränkisch für diese Rebsorte fixiert hatte.

 

Quellenangaben: 

  • Flak W., Krizian R., Kutscher W.,Sturm P., Tscheir G. und Wallner E. 2006: Beitrag zur näheren Charakterisierung von Rotweinen aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland. Mittleilungen Klosterneuburg 56.
  • Verband Blaufränkisch Mittelburgenland.
  • Jones Frank: Mit Rotwein gegen Herzinfarkt – Egmont vgs-Verlagsgesellschaft 1996
  • Österreich Wein Marketing

Sortenmerkmale des Blaufränkisch

Blaufränkisch treibt relativ früh aus und ist deshalb durch Spätfrost gefährdet. Die Sorte reift mittelspät. Die Lese erfolgt Anfang bis Mitte Oktober. Blaufränkisch ist nicht sehr anfällig gegen Fäulnis, allerdings kann Stielfäule zum Problem werden. 

 

Das Blatt ist groß, fünflappig (allerdings ohne ausgeprägte Einbuchtungen) mit einem eher stumpf gezahnten Rand. Die kegelförmige Traube ist lang und mitteldicht in Bezug auf die Beeren. Die schwarzblauen Beeren sind mittelgroß und dickschalig. 

 

Die Rebsorte verlangt nach warmen, windgeschützten und sonnigen Hanglagen. Sie bevorzugt tiefe und fruchtbare Böden. Deshalb sind die Voraussetzungen im Mittelburgenland für Blaufränkisch entsprechend gut.

 

Quellenangaben: 

  • Flak W., Krizian R., Kutscher W.,Sturm P., Tscheir G. und Wallner E. 2006: Beitrag zur näheren Charakterisierung von Rotweinen aus dem Weinbaugebiet Mittelburgenland. Mittleilungen Klosterneuburg 56.
  • Verband Blaufränkisch Mittelburgenland.
  • Jones Frank: Mit Rotwein gegen Herzinfarkt – Egmont vgs-Verlagsgesellschaft 1996
  • Österreich Wein Marketing

Mehr Blaufränkisch geht nicht. Der V-MAX

Die Winzergruppe Vitikult, deren Zusammenschluss sich über den gleichnamigen Markenwein „Vitikult“ (erster Jahrgang 2003) definiert, besteht seit dem Jahr 2004. Ein sehr professioneller Launch und die klare Botschaft der Weinphilosophie führten rasch zu weitreichender Bekanntheit, hoher Akzeptanz und großer Sympathie. Im Mittelpunkt stehen die Sorte Blaufränkisch aus dem Mittelburgenland sowie exzellente Rotweinkunst gewürzt mit positiver Stimmung. Die Stilistik eines Vitikult ist als unverwechselbar mittelburgendländisch, mittelkräftig mit gutem Trinkfluss zu beschreiben.

Nach der gelungenen Einführung des Vitikult versteht die Winzergruppe die Zeit als reif für den nächsten Schritt. Dabei wird durch einen absoluten High-End Wein das Maximum an Terroir veranschaulicht. Ziel ist es, sich weiter als „Generation Blaufränkisch“ aus dem Blaufränkischland, die Potenzial und Facettenreichtum versteht, zu positionieren. Das neueste Projekt der Vitikult-Winzer wurde erstmals auf der VieVinum 2012 vorgestellt, 30 Monate nach der Ernte, erstmals mit Jahrgang 2009 und nur in den allerbesten Jahrgängen abgefüllt: Der V-MAX. 

 

Wie der Name schon sagt: mehr Qualität, mehr Genuss und mehr Blaufränkisch geht nicht. Gar nicht. Alle, die auf der Suche nach den besten Terroir-Weinen der Welt sind, werden jetzt im schönen Mittelburgenland fündig. Und wenn man schon verreisen muss, dann kann man sich ja ein Fläschchen vom V-MAX mitnehmen. Oder zwei. Oder eine der exklusiven, Holzboxen im Klavierlack-Design. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Vitikult Rot-Wein-Kunst Mittelburgenland

Anrufen

E-Mail